Kräuter helfen…
1 Malve –
2 Salbei – 3 Hagebutte
4 Löwenzahn
– 5 Mistel – 6 Schwarzer / Grüner
Tee
7 Weißdorn
- 8 Holunder - 9 Kamille
10 Brennnessel
– 11 Pfefferminze
auch Johannispappel,
Katzenkäse, Schwellkraut Lat. Malva sylvestris
Die Malve gehört in Südeuropa zu den ältesten Nutzpflanzei
Bereits bei Hesiod im 8. Jahrhundert vor Christus wird sie erwähnt. Und ein
spanisches Sprichwort besagt: „Malve im Garten lässt den Doktor draußen
warten:` Inzwischen besiedelt sie Wegränder und naturbelassene Wiesen auf der
ganzen Welt.
Anwendungsgebiete: Die Malve beinhaltet zahlreiche Wirk stoffe, die sich als sehr
hilfreich bei Husten und Entzündungen in Mund und Rachen erwiesen haben:
Blüten und Blätt( bilden einen Schutzfilm auf den empfindlichen Schleimhäuten.
Zusätzlich hilft Malventee bei Darmreizungen und wirkt sanft abführend. Darum
ist Malventee der ideale Begleiter bei Gewichtsreduktionen. In der Volksmedizin
werden Malve Umschläge darüber hinaus zur äußerlichen Wundheilung eingesetzt.
Zubereitung: 2
gehäufte Teelöffel Blätter, Blüten oder Kraut mit 1/4 1 lauwarmem Wasser
übergießen, 5 bis 10 Stunden ziehen lassen, abseihen.
auch Müstiblätter, Salver,
Edelsalbei Lat. Salvia officinalis
Der
offizinelle Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet (Dalmatien)
und wird heute auch in Deutschland kultiviert. Der in Mitteleuropa wild
vorkommende Salbei ist nicht für medizinische Zwecke geeignet, da die Blätter
nur sehr wenig ätherische Öle enthalten.
Anwendungsgebiete: Salbei
besitzt zahlreiche günstige Eigenschaften für den menschlichen Organismus. Er
wird schon seit dem Mittelalter als Gurgelwasser bei Entzündungen in Mund,
Rachen und am Zahnfleisch eingesetzt. Als Tee hilft er vor allem bei
Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall und bei Entzündungen der
Darmschleimhaut. Zudem setzt Salbei eine übermäßige Schweißbildung herab. In
der Volksmedizin geht man davon aus, dass Salbei den Blutzuckerspiegel senken
kann - dies ist aber noch nicht endgültig wissenschaftlich geklärt.
Zubereitung: 1
Teelöffel Salbeiblätter mit 1/4 l Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen
lassen.
auch Hagrose, Hundsrose, Wildhips Lat. Rosa canina
Im Mittelalter waren die Hagebutten, die
Früchte der Hundsrose, bei Kindern als Süßigkeit sehr beliebt - praktisch, da
d Hagebutte einen sehr hohen Vitamin C Anteil hat. Zusätzlich wurden und werden
die Samen der Hagebutte, eigentlich sir es nussähnliche Schließfrüchte, von
Kindern sehr erfolgreich als Juckpulver eingesetzt.
Anwendungsgebiete: Hagebutten enthalten neben Vitamin auch rote und gelbe.
Farbstoffe, vor allem Carotinoide. Zusätz lich leisten Mineralstoffe und
Fruchtsäuren einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung. Gerade in der
Erkältungszei stärkt Hagebutten Tee die Abwehrkräfte und das Immunsystem und
unterstützt die Therapie bei Vitamin C Mangel.
Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel zerkleinerte Hagebutten mit 1/4 l Wasser
übergießen, zum Kochen bringen, 10 Minuten kochen lassen. Übrigens: Hagebutten
Tee behält auch über Stunden noch seinen vollen Vitamingehalt.
auch Pusteblume,
Milchstöckel Lat. Taraxacum officinale
Löwenzahn ist eine sehr genügsame Pflanze,
die mit jedem Boden zufrieden ist. Die fallschirmartigen Samen können vo Wind
sehr weit verweht werden - wohl seit Urzeiten ein
beliebtes Kinderspiel. Ebenfalls seit
Urzeiten begehrt ist der Löwenzahn wegen seiner vielen Wirkstoffe. Dazu gehören
Bitterstoffe, Carotine, Flavonoide, Gerbstoffe, Vitamine (vor allem Mineralien und zahlreiche Spurenelemente.)
Anwendungsgebiete: Löwenzahn regt die Nieren- und Lebertätigkeit an und wirkt
entschlackend. Zudem regt er den Appetit an und wird bei Problemen des
Gallenflusses, die zu Störungen der Fettverdauung führen können, eingesetzt.
Löwenzahn wirkt blutreinigend und wird in der Volksheilkunde bei Gicht, Rheuma,
Ekzemen und Hauterkrankungen genutzt.
Zubereitung: Ein Esslöffel getrocknetes Kraut - die gesamte Pflanze wird
verwendet - auf eine heiße Tasse Wasser geben, zwanzig Minuten ziehen lassen.
auch
Donarbesen, Hexennest, Vogelmistel Lat. Viscum album
Die Mistel ist ein echter Schmarotzer: Als kleiner kugeliger
Busch sitzt sie in den Kronen von Nadelhölzern und seltener auf Laubbäumen, wo
sie ihren Wirt anzapft und Nährstoffe von ihm entnimmt. Als Heilpflanze ist die
Mistel hingegen wertvoll: Mit Viscotoxinen, Lectinen, Flavonoiden, biogenen
Aminen und Schleimstoffen enthält sie zahlreiche hochwertige Wirkstoffe.
Anwendungsgebiete:
Die Mistel wird häufig zur unterstützenden
Behandlung bei Herzproblemen und Arthrosen eingesetzt. Zusätzlich gibt es -
allerdings vage - Hinweise darauf, dass die Mistel einen positiven Einfluss auf
den Blutdruck hat, weshalb sie häufig zur Blutdrucksenkung verwendet wird.
Generell scheint die Mistel eine schnellere Regeneratio und Stärkung des
Körpers v.a. bei Infektionskrankheiten zu bewirken.
Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel Mistel mit 1/4 1 kaltem Wasser
übergießen, nach 10 bis 12 Stunden abseihen.
Lat. Camellia sinensis
Der Teestrauch ist in China seit Urzeiten eine Kulturpflanze,
deren Herkunft sich nur noch schwer bestimmen lässt. Seit dem 18. Jahrhundert
wird er in Indien und Sri Lanka angebaut, seit dem 19. Jahrhundert weltweit.
Schwarzer Tee wird fermentiert, um das Aroma zu entwickeln. Der Grüne Tee
hingegen wird durch Dampf und Druck veredelt.
Anwendungsgebiete: Schwarztee wird vor allem wegen seiner gut dosierbaren
anregenden Wirkung geschätzt: Länger gezogener Tee wirkt weniger anregend als
kürzer gezogener. Auch bei Durchfall kann der Schwarztee dank seiner
zahlreichen Gerbstoffe gute Dienste leisten. Zusätzlich wird ihm nach neueren
Forschungsergebnissen eine Wirkung gegen Karies zugeschrieben. Dem Grünen Tee
sagt man außerdem eine Cholesterin senkende Wirkung nach. Das im Tee enthaltene
Theobromin und mehr noch das Koffein stimulieren den Stoffwechsel und fördern
damit das allgemeine Wohlbefinden.
Zubereitung: 1
gehäufter Teelöffel Schwarztee mit 1/4 1 Wasser aufbrühen und nach Bedarf ziehen
lassen. Grünen Tee nur mit 60 Grad bis 80 Grad C heißem Wasser übergießen, da
er sonst bitter wird.
auch Hagedorn, Heckendorn
Lat. Crataegus monogyna und Crataegus
Iaevigata
Weißdorn kommt in allen gemäßigten Regionen der nördlichen
Hemisphäre vor. Da die Samen 18 Monate zum Auskeimen benötigen, wird er meist
über Stecklinge vermehrt. Häufig findet er sich, genau wie der Rotdorn, als
Ziergehölz in Gärten und Parkanlagen - dafür spricht schon seine Zugehörigkeit
zur Familie der Rosaceae, der Rosengewächse.
Anwendungsgebiete: Weißdorn ist ein hervorragendes Mittel zur Stärkung des
Herzens. Er wird bei Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen der
Herzkranzgefäße oder Angina pektoris eingesetzt. Durch seine entwässernde
Wirkung leistet der Weißdorn nicht zu unterschätzende Hilfe beim Abnehmen.
Zubereitung: 2
Teelöffel Weißdornblüten oder Blüten mit Blättern mit 1/4 l Wasser überbrühen
und zwanzig Minuten ziehen lassen.
auch Elderbaum, Holler,
Schwarzholder
Lat. Sambucus nigra
Der Holunder galt
jahrhundertelang als Sitz der Götter, was ihn meist davor bewahrte gefällt zu
werden. Er stand häufig in der Nähe von Viehställen und an bäuerlichen
Wohnhäuse wo er seine schützende Kraft entfalten sollte. Seine medizinische
Wirkung ist unbestritten. Die Früchte des Holunders sind roh jedoch schwach
giftig, Blätter und Rinde können in großen Mengen Magen- und Darmreizungen
verursachen.
Anwendungsgebiete: Neben seinem enorm hohen Gehalt an Vitamin C und den
hochwertigen ätherischen Ölen, die bei Erkältungen und sogar Allergien gute
Dienste leisten, ist der Holunder auch wegen seiner schweiß- und harntreibenden
Wirkung interessant. Darum wird er gerne bei fiebrigen Erkältungserkrankungen,
oft in Kombination mit Lindenblüten, als heißer Aufguss eingesetzt.
Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel Holunderblüten mit einer Tasse heißem
Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen.
auch Hermel, Kummerblume Lat. Matricaria chamomilla
Kamille wird heute in großen
Mengen in Griechenland, Ägypten, Rumänien und Ungarn angebaut - sonst ließe
sich der enorme Bedarf nicht mehr decken. Mit speziellen Werkzeugen werden ab
Ende April die Pflanzen von Hand gekämmt, um die Blütenköpfe zu gewinnen. Nur
in diesen sind die wertvollen Wirkstoffe, vor allem das hochwertige ätherische
Öl, in größeren Konzentrationen enthalten.
Anwendungsgebiete: Kamille fördert die Wundheilung
- äußerlich und innerlich. Als
Tee wirkt sie entzündungshemmend im Mund-Rachen-Raum oder allgemein zur
Unterstützung der Immunabwehr. Zusätzlich wird sie gerne bei Magen- und
Darmbeschwerden, besonders bei Blähungen und Bauchkrämpfen eingesetzt. Kamille
regt auch den Hautstoffwechsel an und kann äußerlich bei Haut- und
Schleimhauterkrankungen angewendet werden.
Zubereitung:
1 bis 2 Teelöffel
Kamillenblüten mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen.
Kamillentee nur warm, nicht heiß trinken.
auch Donnernessel,
Hanfnessel Lat. Urtica dioica und Urtica urens
Die Brennnessel ist ein weit verbreitetes „Unkraut",
dessen schmerzhafte Bekanntschaft wohl jeder schon gemacht hat. So wurde lange
die Wahrnehmung der Brennnessel als Heilmittel getrübt. Dabei verfügt sie über
zahlreiche medizinisch wirksame Inhaltsstoffe, z.B. Flavonoide, Chlorophylle,
Carotinoide, Vitamine, Mineralstoffe und besonders Kalium.
Anwendungsgebiete: Brennnessel Tee regt den gesamten Körperstoffwechsel an und hilft
so bei der schonenden Entgiftung des Körpers. Zusätzlich beugt er
Blasenentzündungen, Nierengrieß vor und leistet auch bei leichten
Prostatabeschwerden gute Dienste. Doch Vorsicht: Bei eingeschränkter Nierentätigkeit,
wie sie in einem fortgeschrittenen Stadium der diatetischen Nephropathie
vorliegen kann, darf Brennnessel nicht eingesetzt werden! In der Volksmedizin
wird die Brennnessel vor allem wegen Ihrer schmerzlindernden Wirkung bei Arthrosen,
Gelenk- und Muskelrheumatismus genutzt.
Zubereitung: 2 gehäufte Teelöffel
Brennnesselblätter oder -wurzeln mit 1/4 l Wasser übergießen, 5 Minuten kochen,
abseihen.
auch Edelminze, Englische
Minze Lat. Mentha piperita
Die 1696 erstmals aufgetretene Form der Englischen Minze ist
eine Kreuzung aus zwei Naturformen, die nur durch ihre oberirdischen Ableger
vermehrt werden kann. Besonders wertvoll ist das ätherische Öl der Pflanze, das
aus bis zu 60 % Menthol besteht. Darüber hinaus enthält sie noch Flavonoide,
Gerb- und Bitterstoffe.
Anwendungsgebiete: Pfefferminze regt den Stoffwechsel an und hilft bei Problemen
in Magen oder Darm, Übelkeit, Brechreiz oder Blähungen. Durch ihre Magen
beruhigenden Eigenschaften ist Pfefferminz Tee die ideale Ergänzung einer
kalorienreduzierten Ernährung, und hilft damit bei der gerade für Menschen mit
Diabetes wichtigen Gewichtsreduktion.
Zubereitung: 1 Esslöffel Pfefferminz-Blätter mit einer Tasse Wasser
übergießen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Pfefferminz Tee am besten
ungesüßt genießen.